Risikomanagement

Risiken und Chancen

Das Geschäft des MuM-Konzerns unterliegt verschiedenen Risiken.
 
Durch unser Risikomanagementsystem werden Unsicherheitsfaktoren systematisch identifiziert, dokumentiert, bewertet und möglichst gezielt gesteuert.
 
In allen Unternehmensbereichen gibt es sogenannte Risikoinhaber, die für die Beschreibung, Bewertung und Steuerung der Risiken in ihren Feldern zuständig sind. Sämtliche Bereichsrisiken werden in Verbindung mit bereits getroffenen Gegenmaßnahmen in einem Risikoinventar dokumentiert und auf ihr Restrisiko hin bewertet. Die Bewertung berücksichtigt die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen auf das Gesamtunternehmen.

Anhand des Risikoinventars, der darin dokumentierten, getroffenen Gegenmaßnahmen und der Beobachtung verschiedener Frühindikatoren kann die Entwicklung eines Risikos kontrolliert werden. Die nach erfolgreichen Gegenmaßnahmen reduzierten Risikoauswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten werden sorgfältig überwacht und an die geschäftsführenden Direktoren berichtet.

Die Restrisiken werden in der Unternehmensplanung besonders berücksichtigt. In dieses Risikomanagement ist auch die Rechnungslegung eingebunden, so dass Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen, ebenfalls identifiziert und bewertet werden könnten. Derartige Risiken sind derzeit nicht erkennbar.

Die gesamte Rechnungslegung unterliegt zudem effizienten Kontrollsystemen. Hierzu zählt insbesondere ein umfangreiches monatliches Reporting und eine Liquiditätsplanung, die im Detail geprüft werden. Zu ausgewählten Fragestellungen erfolgt zusätzlich ein regelmäßiger Review.

Auch die Finanzierungsgeschäfte werden kontinuierlich überwacht. Innerhalb des Finanz- und Rechnungswesens sichern wir uns außerdem durch ein Vier-Augen-Prinzip für alle wichtigen Vorgänge ab. Systematische Limitprüfungen, beispielsweise für offene Aufträge des Vertriebs oder für Investitionsrechnungen, ergänzen die Kontrollmechanismen.

Die wesentlichen Risiken im Einzelnen:

Kreditrisiko:

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch Kundenkreditversicherungen, Einzelwertberichtigungen sowie ein straffes Forderungs-Management Rechnung getragen. Günstig wirkt sich aus, dass das Geschäft auf viele Kunden verteilt ist, von denen keiner mehr als 1% der Konzernerlöse auf sich vereinigt.

Lager- und Transportrisiko:

Diese Risiken werden durch entsprechende Versicherungen weitgehend abgedeckt. Das Risiko von Wertverlusten im Lager besteht kaum, da in den Verträgen mit den Lieferanten für die bezogenen Softwareprodukte jeweils Preisschutz-, Update- und Lageraustausch-Klauseln enthalten sind.

Absatz- und Markt-Risiken:

MuM ist wie jeder andere Anbieter von Standardsoftware den Markt- und Produkt-Zyklen des Software- und insbesondere des CAD/CAM-Marktes ausgesetzt. Solche Risiken werden zwar durch die branchenmäßige und regionale Verteilung des MuM-Konzerns sowie durch Abstützung auf mehrere Produktlinien soweit wie möglich gedämpft. Sie sind damit aber nicht immer voll zu kompensieren. 

Personalrisiken:

Als Unternehmen der Softwarebranche unterliegt MuM grundsätzlich einer gewissen Abhängigkeit von Know-How-Trägern. Allerdings ist die Fluktuation insbesondere aufgrund der ausgeprägten Firmenkultur bisher ausgesprochen gering. Dem Risiko der Abhängigkeit von Schlüsselpersonen im Top-Management wurde durch ein mehrköpfiges Direktorium sowie durch Stärkung der zweiten Management-Ebene Rechnung getragen.

Lieferantenrisiko:

Die Konzentration auf den Hauptlieferanten Autodesk im Systemhaus-Segment stellt ein gewisses Abhängigkeits-Risiko von dessen Entwicklungs- und Marktkompetenz sowie Geschäftspolitik dar.

Verlustrisiko bei Beteiligungen:

Bei allen Beteiligungs- und Tochterverhältnissen besteht grundsätzlich das Risiko, dass statt der angestrebten positiven eine negative Wertentwicklung bis hin zum Totalverlust eintritt. Dies würde sich ggf. nicht nur in einer entsprechenden Abschreibung des Firmen- bzw. Beteiligungswerts niederschlagen, sondern bei vollkonsolidierten Tochterfirmen mit Verlustvorträgen auch in einer entsprechenden Abschreibung von ggf. gebuchten aktiven latenten Steuergutschriften.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko:

Wie bei jedem Geschäftsmodell, das nicht ausschließlich durch Eigenkapital finanziert ist, besteht im MuM-Konzern das Risiko der Abhängigkeit des fremdfinanzierten Anteils von den Refinanzierungsmöglichkeiten über den Kapitalmarkt. Diesem Risiko begegnet das Management mit einer Abstützung auf Kreditlinien bei verschiedenen Hausbanken im In- und Ausland. Es kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass sich der von MuM zu zahlende Refinanzierungszins negativ entwickelt oder die Refinanzierung über Fremdkapital ganz oder teilweise misslingt. Hierbei spielen sowohl interne als auch externe Einflüsse eine Rolle. Interne Einflüsse sind in der Hauptsache die Ertrags- und Finanzlage und die damit verbundene Bonitäts-Einstufung durch den Markt sowie die Fähigkeit des Managements im Umgang mit den bestehenden und potentiellen Fremdfinanzierungs-Gebern. Externe Einflüsse sind zum Beispiel das allgemeine Zinsniveau am Markt, die Kreditvergabepolitik der Banken und anderer Fremdkapitalgeber sowie gesetzliche Rahmenbedingungen.

Die Chancen resultieren aus der Umsetzung des strategischen Gesamtkonzepts. Deren Ausflüsse sind im Kapitel Ausblick näher dargestellt.