Für das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven entsteht ein skulpturaler Neubau mit BIM.
KSG Architekten

Die sind "BIM Ready"!

Bei ksg hat man frühzeitig auf BIM und die BIM-Ready-Ausbildung von MuM gesetzt

Seit die kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH (ksg) in Köln kommuniziert, dass das Büro „BIM Ready“ ist, mehren sich auch die Anfragen nach Building Information Modeling (BIM). Erste erfolgreiche Projekte zeigen: Die Entscheidung für die neue Methode war richtig und nachhaltig, und man hat mit MuM als Partner für Software und Ausbildung aufs richtige Pferd gesetzt.
 
„Unsere Geschäftsführung setzt gerne auf die neuesten Technologien, wenn sie erkannt hat, dass diese sinnvoll sind“, sagt der BIM-Manager von kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH (ksg). Er besitzt alle drei Zertifikate der Ausbildung „BIM Ready“ von MuM: BIM-Konstrukteur, BIM-Koordinator und BIM-Manager. Zehn seiner Kolleginnen und Kollegen an den Standorten Köln und Leipzig sind bereits von MuM ausgebildete BIM-Konstrukteure, andere Mitarbeiter haben sich an den Universitäten intensiv mit der Methode befasst.
BIM passt hervorragend zu den Projekten und der Arbeitsweise bei ksg. Das Büro nimmt pro Jahr an vielen Wettbewerben teil und generiert vor allem daraus typologieübergreifende, neue Projekte – darunter zahlreiche Kulturbauten wie Kirchen und Synagogen sowie immer häufiger komplexe Laborgebäude.

Vorteile des „virtuellen Zwillings“

Eine fortschrittliche Geschäftsführung und ein aufgeschlossenes Team sind beste Voraussetzungen, um mutige strategische Entscheidungen zu fällen und umzusetzen. Das galt auch für BIM. Die Idee des „digitalen Gebäudezwillings“ überzeugte. Anstelle vieler abstrakter, voneinander unabhängiger Zeichnungen, die das Risiko einer inkonsistenten Planung erhöhen, entsteht mit BIM ein vollständiges digitales Gebäudeinformationsmodell. Ob man nun das gesamte Gebäude, ein kompliziertes Dachdetail, die Frischluftzufuhr, die Heizlast oder „nur“ die Anzahl der 100 x 200 cm großen Fensterscheiben sehen oder wissen will – der virtuelle Zwilling gibt alles preis, mehr oder minder im Handumdrehen.

BIM bringt neue Rollen und Prozesse

Genau so wollte man bei ksg arbeiten und kontaktierte die Düsseldorfer Niederlassung von MuM, die schon seit Jahren die CAD-Installation im Haus betreute. „Das Team von MuM hat eigentlich gar kein Werbe- oder Verkaufsgespräch mit uns geführt“, erinnern sich die Verantwortlichen. Stattdessen bot MuM Einblicke in die BIM-Welt, erläuterte Standards und internationale Richtlinien und zeigte die Möglichkeiten auf, diese ganz konkret im Büro umzusetzen. Es ging weniger um eine Software und ihre Anwendung als vielmehr um neue und veränderte Rollen und Prozesse. So wird ein „traditioneller“ Zeichner zum BIM-Konstrukteur, ein Projektleiter oder ein erfahrener Mitarbeiter zum BIM-Koordinator. Ganz neu ist die Rolle des BIM-Managers, der sich übergeordnet um Richtlinien, um Kommunikation, um die digitale Projektentwicklung kümmert. Natürlich können bei kleineren Projekten mehrere Rollen in Personalunion ausgeführt werden. Der BIM-Weg führt von der Technik zur Methode. Die integrale Planung bringt die Chance auf qualitativ höherwertige Entwürfe.

BIM Ready – praxisorientierte Ausbildung

ksg investierte trotz – oder gerade wegen – der sehr guten Auslastung in Software und in die BIM-Ready-Ausbildung bei MuM. Das Systemhaus unterstützte auch bei der Überlegung, wer im Büro welche Rollen übernehmen und die entsprechende Ausbildung besuchen sollte. Dadurch war sichergestellt, dass die Mitarbeiter mit genau dem Wissen aus der Schulung kamen, das sie tatsächlich brauchten. Die Schulungen waren praxistauglich; man konnte das Gelernte aus den Übungsprojekten leicht auf die eigene Arbeit übertragen. Die Kursleiterin war eine erfahrene Architektin und sprach die Sprache der Teilnehmer.

Fachingenieure ziehen mit

„Uns war schnell klar, dass BIM keine Modeerscheinung ist, sondern eine Methode für heute, morgen und übermorgen“, sagt der BIM-Manager von ksg. „Warum sollten wir also warten, bis Bauherren BIM vorschreiben? Wenn das geschieht, sind wir bereit.“ Heute ist bei ksg jedes geeignete Projekt ein BIM-Projekt. Das führt im ersten Schritt zu verbesserten, frühen Absprachen im eigenen Haus. Und da immer mehr Fachingenieure BIM nutzen, zieht die Koordination weitere Kreise, denn mit BIM koordiniert es sich viel effizienter. Etliche Ingenieurbüros sind erst dank einer gewissen „aufklärerischen Tätigkeit“ von ksg zu BIM-Nutzern geworden. Doch wer die Philosophie einmal verstanden hat, wolle nichts anderes mehr, weiß man bei ksg.

Besser kommunizieren, schneller reagieren

Nach und nach werden auch die Bauherren mit BIM vertraut ge- macht, damit schließlich alle von der „zukunftsweisenden Denke“ profitieren. Der Aufwand, BIM im Unternehmen und bei den Partnern zu etablieren, lohnt sich dreifach: Zum einen minimiert der „virtuelle Zwilling“ Konstruktions- und Planungsfehler auch dann, wenn mehrere Menschen gleichzeitig an einem Projekt arbeiten. Zum zweiten lassen sich jederzeit wirklich aktuelle und korrekte Ansichten und Schnitte erzeugen. Und zum dritten erhält man dank Mengen- und Massenauszügen sowie der zahlreichen Auswertungen kaufmännische Informationen über das Projekt, die es vor einigen Jahren – wenn überhaupt – erst sehr viel später gegeben hat. Dadurch kann man viel schneller auf veränderte Bedingungen oder Fehlentwicklungen reagieren.

Engagement für die Weiterentwicklung

Der hohe Informationsgehalt des virtuellen Modells ist für den BIM- Manager bei ksg der interessanteste Aspekt von BIM – gefolgt von der Möglichkeit, in Gremien mitzugestalten. Er verfolgt u. a. die Entwicklungen des BIM Cluster NRW und beobachtet gleichzeitig interessiert die Aktivitäten von buildingSMART, wo sich auch MuM stark engagiert. Und er ist sicher: „Wir sind mit dem richtigen Partner im richtigen Tempo auf dem richtigen Weg.“
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