Datenschaltzentrale

Der Bieler Energieversorger ESB erweitert MuM MapEdit um eigene Fachschalen

Der Bieler Energieversorger Energie Service Biel/ Bienne (ESB) verwaltet seine Versorgungsnetze für Gas, Wasser und Strom mit AutoCAD Map 3D und MuM MapEdit. Das eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Auskunft und Auswertung von Daten, und das Unternehmen ist heute in Sachen GIS up to date. Noch in diesem Jahr wird das System um ein mobiles GIS ergänzt, und ein gemeinsames GIS-Projekt mit der Stadt Biel soll künftig Netzinformationen über eine Fülle von Medien bereitstellen.

„Biel hat das Glück, unfertig zu sein“, lautet der erste Satz auf der Webseite der größten zweisprachigen Stadt der Schweiz, denn was nicht fertig ist, ist offen für Entwicklung und Innovation, ist nicht starr und kann auf neue Anforderungen reagieren. Wer die Weltmetropole der Uhrenindustrie besucht, kann die „Vibrations“ dieser Unfertigkeit fast körperlich spüren – die Stadt scheint in ständiger, erwartungsfroher Bewegung und Entwicklung. 
 
Eine ähnliche Stimmung herrscht auch beim städtischen Energieversorger, dem ESB. Das Unternehmen, das als selbstständiges Gemeindeunternehmen der Stadt Biel gehört, versorgt die Stadt mit Strom, insgesamt elf Gemeinden mit Erdgas und die Städte Biel und Nidau mit Wasser. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen die Versorgung sicher. Innerhalb der Abteilung Planung befasst sich ein fünfköpfiges Team mit der Netzdokumentation.

AutoCAD Map 3D und MuM MapEdit für alle Daten

Im Jahr 2005 wechselte der ESB auf ein neues GIS: AutoCAD Map 3D. „Für unser Stromnetz wollten wir mehr Funktionen“, erzählt Patrick Vogt, Leiter Dokumentation bei ESB. „Direkter Zugriff auf die Oracle-Datenbank, eigene Formulare, bessere Ploteigenschaften, schnelleren Informationszugriff, z. B. durch Tooltips, und vor allem Funktionen für die Netzverfolgung von beliebigen Startpunkten aus.“ Und als das GIS-Team von Mensch und Maschine Schweiz (MuM) die WebGIS Lösung MuM MapEdit präsentierte, taten sich neue Möglichkeiten auf: MuM MapEdit erfüllte die Anforderungen des ESB auch für das Stromnetz.

Insbesondere zeigte MuM in einem Pilotprojekt, dass man die Medien Gas, Wasser und Strom in einem durchgängigen System bearbeiten und darstellen kann. Das Dokumentationsteam beim ESB konnte so von Beginn an mit eigenen Daten in MuM MapEdit arbeiten. Nach intensiven Tests war die Entscheidung gefallen. Heute wird MuM MapEdit erfolgreich als WebGIS eingesetzt.

Fachschale Baustellen

„Durch das GIS ist es möglich, auch unsere Bestandsdaten zu plausibilisieren“, erklärt Patrick Vogt. „Wir sehen jetzt, wo wir Daten korrigieren oder ergänzen müssen, und tun das natürlich auch. Auf diese Weise verbessern wir die Qualität der Daten. Das ist ein sehr angenehmer Nebeneffekt.“

Inzwischen hat man beim ESB begonnen, eigene Fachschalen zu entwickeln. Die wichtigste ist die Baustellenverwaltung: Dabei erhalten die Baustellen eine fortlaufende Nummer; gespeichert werden Nummer, Bezeichnung, Baustellenleiter, Beschreibung, Status und natürlich die Position der Baustelle. Die Mitarbeitenden können über MuM MapEdit die Daten nach verschiedenen Kriterien filtern und finden schnell die Informationen, die sie brauchen.

Patrick Vogt ist begeistert, dass sich MuM MapEdit leicht konfigurieren lässt und so die Forderungen der ESB vollends erfüllt. Auch das Gestalten von Tooltips ist möglich, so dass die Anwender für etliche Informationen nicht mehr auf Objekte klicken, sondern den Cursor nur über ein bestimmtes Objekt bewegen müssen, um wichtige Informationen abzurufen – und das nicht nur bei der Baustellen-Fachschale.
 „Heute weiß beim ESB jeder, dass man alle Daten mit geografischem Bezug im WebGIS findet – und zwar nur dort. Und es ist sichergestellt, dass diese Daten aktuell sind“, freut sich Patrick Vogt.

Datenzentrale

So ist die Ablagestruktur beim ESB um einiges vereinfacht worden. Gleichzeitig wurden Voraussetzungen für ein zukunftsweisendes Projekt mit der Stadt Biel geschaffen: Stadt und ESB wollen ein gemeinsames WebGIS aufbauen, um ihre Daten auszutauschen.

Mobil in die Zukunft

Der nächste, nahe liegende Schritt ist die Erweiterung auf die mobile Applikation MuM MapEdit Mobile von Mensch und Maschine. Gerade in einem Störfall ist es wichtig, dass die Techniker vor Ort schnell auf aktuelle Daten zugreifen können. Je schneller man z. B. bei einem Wasserrohrbruch die richtigen Schieber findet, desto größer ist die Chance, einen Schaden auch kostenmäßig gering zu halten.

MuM MapEdit Mobile erfüllt die Anforderungen des ESB nicht nur hinsichtlich der Funktionalität; das System bietet dank https-Verschlüsselung und SSL-Zertifikat auch die nötige Sicherheit. Der ESB wird seine Mitarbeitenden im Außendienst voraussichtlich im Herbst 2015 mit Tablet-PCs ausstatten und von den Vorteilen mobiler Geodaten profitieren.

Eine überzeugende Lösung

Weitere Ideen sind schon in der Pipeline: Mit Schnittstellen zu SAP und Neplan wird die Datendurchgängigkeit noch weiter verbessert werden. Doch schon jetzt ist man beim ESB hoch zufrieden. 
„Natürlich haben wir immer noch Wünsche an einige Funktionen – das ist ja auch gut so“, bilanziert Patrick Vogt. „Aber alles in allem sind wir als regionaler Energieversorger mit unserem GIS und der professionellen Betreuung durch Mensch und Maschine perfekt aufgestellt.“